Frauen wollen nicht bevorzugt behandelt werden

Frauen wollen nicht bevorzugt behandelt werden

Interessant: Fast ebenso viele Männer wie Frauen finden es gut, wenn Jobs geschlechtsabhängig vergeben werden, um eine ausgeglichene Quote am Arbeitsplatz zu erreichen. Die Zahlen stammen aus dem Randstad Arbeitsbarometer, in dessen Rahmen vierteljährlich Umfragen zu wichtigen Arbeitsthemen durchgeführt werden.
Allerdings ist die Zustimmung zur gendergesteuerten Jobvergabe recht gering: nur 35 bzw. 36 Prozent sind dafür. Das bedeutet im Umkehrschluss: Fast zwei Drittel der Arbeitnehmer wünschen sich eine Jobvergabe unabhängig vom Geschlecht.
Etwas anders ist das Bild, wenn gefragt wird, ob der Chef ein Mann sein sollte. 59 Prozent der Frauen sagen „ja“ – was die Mehrheit ist. Bei den männlichen Mitarbeitern ist das Urteil noch deutlicher. Hier möchten 75 Prozent einen männlichen Vorgesetzen haben. (Advertorial)
Foto: Randstad Deutschland
Gehaltsatlas 2018

Gehaltsatlas 2018

Wo die Deutschen am meisten verdienen
Das Lohnniveau in Hessen ist durchschnittlich fast 40 Prozent höher als das in Mecklenburg-Vorpommern, Stuttgarter verdienen jährlich 27,6 Prozent mehr als der Bundesdurchschnitt – und Männer mehr als Frauen: Der Gehaltsatlas 2018 von Gehalt.de zeigt, wie unterschiedlich die Löhne nach wie vor sind. Für die Analyse hat das Vergleichsportal 750.848 Vergütungsdaten untersucht. Im Länderranking dominiert in diesem Jahr Hessen. Arbeitnehmer bekommen hier 12,7 Prozent mehr Gehalt als der Bundesdurchschnitt. Dahinter landet Baden-Württemberg, wo 10 % Prozent mehr gezahlt werden. Bayern landet mit einem Lohnniveau von 106,4 Prozent im Vergleich zu Durchschnitt ebenfalls auf dem Treppchen. Wenig überraschend ist nach wie vor das Ost-West-Gefälle: Zwischen Schlusslicht Mecklenburg-Vorpommern (73,5 Prozent) und Hessen klafft eine Lücke von fast 40 Prozent. So bewegt sich das Jahresgehalt akademischer Berufseinsteiger im nordöstlichsten Bundesland mit durchschnittlich 33.587 Euro fast auf demselben Lohnniveau wie bei hessischen Beschäftigten nach Abschluss einer Lehre (32.704 Euro). „Ein wichtiger Grund dafür ist, dass in den neuen Bundesländern vor allem kleine bis mittelgroße Firmen ihren Sitz haben. Kapitalstarke Unternehmen sind meist in den alten Bundesländern vertreten“, erklärt Philip Bierbach, Geschäftsführer von Gehalt.de. Beim Vergleich der Landeshauptstädte hat Stuttgart mit 127,6 Prozent die Nase vorn, dicht gefolgt von München mit 126,1 Prozent. Düsseldorf (118,5 Prozent) und Wiesbaden (117,4 Prozent) liegen fast gleichauf. Die hinteren Ränge belegen Schwerin (76,1 Prozent), Magdeburg (80,7 Prozent) und Erfurt (80,4 Prozent). Ein weiteres Ergebnis der Analysten: Zwischen Männern und Frauen sind Gehaltunterschiede noch immer deutlich sichtbar. Die größte Lücke mit fast 27 Prozent existiert in Baden-Württemberg – die geringste dagegen in Brandenburg mit rund 17 Prozent. Der vollständige Gehaltsreport kann unter www.gehalt.de heruntergeladen werden. (Advertorial)
Foto: zest_marina/fotolia
Zu wenig weibliche Chefs

Zu wenig weibliche Chefs

Am 1. Mai 2015 trat das Gesetz „für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst“ in Kraft. „Hinter dem sperrigen Namen versteckt sich nichts anderes als der Versuch, den Anteil von Frauen in Führungspositionen von rund 100 Aufsichtsräten börsennotierter und mitbestimmungspflichtiger Großunternehmen wesentlich zu erhöhen“, erklärt Petra Timm, Pressesprecherin des Personaldienstleisters Randstad, und ergänzt: „Der Plan scheint dort aufzugehen. Nach zwei Jahren liegt die Quote mit über 28 Prozent noch nicht ganz bei den angestrebten 30 Prozent, aber es setzt offenbar ein Umdenken ein“. Anders sieht es in nichtbörsennotierten oder mitbestimmten Unternehmen aus. Dort sitzen gerade einmal 19 Prozent Frauen im Aufsichtsrat. Diese Unternehmen sind durch das Gesetz verpflichtet, Zielgrößen zur Erhöhung des Frauenanteils in Führungsebenen festzulegen, sie zu veröffentlichen und über das Erreichen öffentlich zu berichten. Dieser Teil des Gesetzes ist jedoch (noch) nicht sehr erfolgreich: So hat sich beispielsweise in der Finanz- oder Versicherungsbranche der Frauenanteil seit 2015 in der obersten Führungsebene, der Geschäftsführung oder im Vorstand kaum erhöht. (Advertorial)

Foto: Jeanette Dietl/Fotolia/randstad