Die Bewerbungsunterlagen wurden abgeschickt und kurz darauf kommt die ersehnte Einladung zum Vorstellungsgespräch. Ein Grund zur Freude, aber meist macht sich auch Nervosität breit. Denn viele Bewerber wissen nicht, was auf sie zukommt und wie sie am besten einen guten Eindruck hinterlassen.

„Mit der richtigen Vorbereitung überzeugen Kandidaten im Vorstellungsgespräch“, weiß Petra Timm vom Personaldienstleister Randstad. Sie rät Jobanwärtern, so viele Informationen wie möglich über das Unternehmen einzuholen. Außerdem ist es sinnvoll, die Selbstpräsentation mehrmals vor dem Spiegel zu üben und dabei individuelle Facetten herauszustellen. Dies bleibt beim Gegenüber eher haften als das trockene Abspulen von Lebenslauf und Hobbys.
Ebenfalls wichtig: der erste Eindruck. Freundliche Umgangsformen und Pünktlichkeit werden als selbstverständlich vorausgesetzt. Am besten einen zeitlichen Puffer für die Anfahrt einplanen. Auch das Outfit zählt: Mit gebügelten Hemd oder Bluse in gedeckten Farbtönen und schlichter Hose oder Rock sind Bewerber auf der sicheren Seite.

Mann im Vorstellungsgespräch

Der Dresscode für ein Be­werbungsgespräch variiert. Sakko und Krawatte wirken in vielen Handwerksbetrieben ebenso deplatziert wie Jeans und Freizeithemd bei der Bewerbung in einer Bank.

Perfekt angezogen zum Vorstellungsgespräch

Mit transparenter Bluse oder cooler Cap zum Vorstellungsgespräch? Lieber nicht. Der erste Eindruck zählt – das gilt ganz besonders bei der Job- oder Ausbildungsplatzsuche. Mit gepflegter und seriöser Bekleidung signalisiert der Bewerber, dass er die Spielregeln und Erwartungen im Berufsleben kennt und bereit ist, sie einzuhalten. Auch später im Arbeitsalltag ist es wichtig, sich an den im Unternehmen geltenden Dresscode zu halten. Wer nichts falsch machen möchte, startet mit Hemd oder Bluse in gedeckten Farben und schlichter Hose oder Rock. Später können dann individuelle Accessoires hinzugefügt und alles zu einem persönlichen Outfit kombiniert werden.
Grundsätzlich gilt: Die Kleidung muss sauber, gepflegt und gut gebügelt sein. Wer Strumpfhosen trägt, sollte vorsichthalber Ersatz mitnehmen. Geschlossene und frisch geputzte Schuhe sind die erste Wahl, Frauen tragen lieber nicht zu hohe Absätze. Auch kurze Röcke bzw. kurze Hosen bei Männern sind tabu. Zurückhaltende Farben und klassisch-elegante Schnitte vermitteln einen seriösen Eindruck.

Heikle Fragen geschickt meistern

Wer auf schwierige Fragen im Bewerbungsgespräch gut vorbereitet ist, sammelt Sympathiepunkte.

„Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?“ und „was sind Ihre größten Schwächen?“ – fast jeder hat diese Fragen schon einmal im Bewerbungsgespräch gehört. Antworten darauf lassen sich gut vorbereiten, sollten beim Vorstellungstermin aber nicht auswendig gelernt klingen. Heikler wird es bei privaten Themen. Fragen etwa nach der Familienplanung, der Religion oder Parteizugehörigkeit sind rechtlich nicht erlaubt. Diese Informationen gehen den Arbeitgeber nichts an. „Bewerber haben das Recht, die Beantwortung von unerlaubten Fragen abzulehnen“, erklärt Petra Timm. „Wer deswegen Nachteile für die eigene Bewerbung befürchtet, darf sogar die Unwahrheit sagen. “
Jobsuchende sollten aus taktischen Gründen jedoch nur im äußersten Fall auf dieses Mittel zurückgreifen. Die Expertin empfiehlt: bei Tabuthemen nicht beleidigt reagieren. Besser ist es, immer freundlich zu antworten und sich von vornherein bestimmte Antworten zu überlegen.
 
 
 

Wie Bewerber richtig nachhaken

Lächelnde junge Frau im Vorstellungsgespräch

Wer auf schwierige Fragen im Bewerbungsgespräch gut vorbereitet ist, sammelt Sympathiepunkte.

Um welchen Job es auch geht, bei einem sind sich alle einig: Das Warten auf die Rückmeldung nach dem Vorstellungsgespräch gehört zu den unangenehmsten Phasen des Bewerbungsprozesses. Gewöhlich sprechen Unternehmen mit mehrere Kandidaten und entscheiden sich nach reiflicher Überlegung. Da stellt sich dem Bewerber unweigerlich die Frage, ob es zu aufdringlich wirkt, wenn er sich in Erinnerung bringt. Eine kurze Mail am nächsten oder übernächsten Tag, um sich für das gute Gespräch zu bedanken, ist die richtige Taktik. Damit wird erneut Interesse bekundet – und sich in Erinnerung gebracht.
Nicht ratsam ist, sich täglich zu melden – weil das als aufdringlich gewertet wird. Etwa zehn Tage nach dem Gespräch kann in einem Telefongespräch das Interesse noch einmal unterstrichen werden. Außerdem ist dann die Frage erlaubt, wann mit einer Entscheidung zu rechnen ist. (Advertorial)

 

 

 

 

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Fotos: Fotolia-contrastwerkstatt, Randstad, 123rf.com_peshkova