Berufsstart: Wie Azubis am besten vorsorgen

Berufsstart: Wie Azubis am besten vorsorgen

Wichtige Versicherungen zum Berufsstart

Ob Tischler, Bankkaufmann oder Friseur: Mit dem Berufsstart müssen sich Auszubildende auch um den eigenen Versicherungsschutz kümmern. „Viele denken, dass sie bis zum 25. Lebensjahr über die Eltern versichert sind. Das ist nur bei Studenten oder Schülern der Fall“, sagt Annette Niessen-Wegener von den Barmenia Versicherungen. „Für Auszubildende gilt eine andere Regel: Sie müssen sich gesetzlich krankenversichern.“ Die Entscheidung für die Kasse muss bis spätestens zwei Wochen nach Ausbildungsbeginn getroffen werden. Wählt der Azubi nicht rechtzeitig eine Krankenkasse aus, meldet der Arbeitgeber ihn bei der Kasse, bei der der Auszubildende zuletzt versichert war. Eine ideale Ergänzung ist eine private Zusatzversicherung, die hochwertigen Zahnersatz, Kosten für Brillen bzw. Kontaktlinsen, Heilpraktikerbehandlungen oder Kranken- und Krankenhaustagegeld zahlt. Der Beginn der Ausbildung ist genau der richtige Zeitpunkt für den Abschluss: „Aufgrund des jungen Eintrittsalters gibt es gute Chancen, preiswert eine Krankenzusatzversicherung zu besten Bedingungen zu bekommen“, weiß Annette Niessen-Wegener. Empfehlenswert ist auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Sie zahlt eine monatliche Rente, wenn der Beruf krankheitsbedingt aufgegeben werden muss. Denn die Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung sind nicht ausreichend. Starter-Policen schonen den Geldbeutel und bieten trotzdem vollen Schutz. (Advertorial)

Berufskraftfahrer: Unterwegs in Richtung Zukunft

Berufskraftfahrer: Unterwegs in Richtung Zukunft

Sie beliefern Tankstellen, transportieren schwere Baumaschinen und dank ihnen sind die Supermarktregale immer voll: Rund 1,5 Millionen Berufskraftfahrer arbeiten in Deutschland. Viele von ihnen sind alte Hasen im Geschäft und verfügen über langjährige Praxiserfahrung. Doch die Zukunft gehört dem Nachwuchs, denn schon jetzt sind Berufskraftfahrer gefragte Fachkräfte.

Ausbildung zum Berufskraftfahrer

Den Zündschlüssel umdrehen, das Brummen des Motors unter sich spüren und mit drei bis fünf Achsen losrollen: Mit dem Lkw auf Tour zu gehen, ist für viele ein Kindheitstraum – und der kann mit einer Ausbildung zum Berufskraftfahrer wahr werden. Dabei geht es nicht nur darum, das schwere Fahrzeug sicher zu lenken. Der verantwortungsvolle Beruf ist vielseitiger als die meisten denken: Routen planen, Fahrzeuge warten und pflegen, Frachtbücher führen, Sicherheitsvorschriften einhalten und mit Hightech im Fahrerhaus umgehen – all das gehört zum Anforderungsprofil. Auch die verschiedenen Fahrzeugtypen mit unterschiedlichen Antriebsarten gilt es zu meistern. Das nötige Rüstzeug dafür erhält der Brummi-Nachwuchs sowohl im Ausbildungsbetrieb als auch bei Praxisschulungen von Nutzfahrzeugherstellern wie Renault Trucks. Die Lkw-Spezialisten bringen regelmäßig innovative Technologien auf den Markt, so dass angehende Berufskraftfahrer immer auf dem neuesten Stand sind. „Lkw mit Elektro- und Erdgasantrieb werden aus ökologischen Gründen immer interessanter und im späteren Arbeitsleben der jungen Berufskraftfahrer eine entsprechend große Rolle spielen“, weiß Nicole Bratrich, Sprecherin von Renault Trucks Deutschland. Die Fahrzeugtechnik entwickelt sich ständig weiter und sorgt so für einen Job mit Perspektive. Die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt werden noch größer, wenn Berufskraftfahrer sich nach dreijähriger Ausbildung beispielsweise zum Meister für Kraftverkehr weiterbilden.

Ein Berufskraftfahrer steht in einer Warnweste vor seinem Lkw.

Jobeinstieg ohne Lehre

Ohne Berufskraftfahrer läuft heute buchstäblich nichts mehr. Schließlich transportieren sie mit Lkw alles, was der Mensch benötigt und immer häufiger online bestellt. Exzellente Zukunftsaussichten also für diejenigen, die den Beruf erlernen. Was viele nicht wissen: Es gibt die Möglichkeit, auch als Erwachsener in den Beruf einzusteigen. Die Idee hinter der Teilqualifizierung: Teilnehmer müssen nicht gleich die dreijährige Ausbildung machen, sondern absolvieren jeweils einzelne Bausteine. Nach jedem Baustein erwerben sie ein Zertifikat. Dabei werden sie fachlich und finanziell gefördert. So beteiligt sich mit Renault auch ein großer Nutzfahrzeughersteller an der Qualifikation für künftige Fachkräfte. Absolventen können den Lkw-Führerschein und Gabelstaplerschein erwerben oder sich bis zum Berufskraftfahrer weiterbilden. Auch ein intensiver Sprachkurs kann belegt werden. Das gibt geflüchteten Menschen die Chance, in einen zukunftssicheren Beruf zu starten. Denn die Fahrzeugtechnik entwickelt sich in rasantem Tempo weiter und sorgt so stets für einen modernen Arbeitsplatz.

Immer mehr Frauen im Schwerlastverkehr

Den Cowboy der Landstraße gibt es kaum noch. Aus dem Klischee vom starken Mann, der seinen 40-Tonner durch Europa lenkt, ist ein Berufsbild geworden, das auch für Frauen immer interessanter wird. Denn tatsächlich ist im Fernverkehr heute mehr gefordert als Kraft. Das erste Ziel der Transportprofis ist es, ihre Waren pünktlich ans Ziel zu bringen. Und dazu gehören viele Kompetenzen abseits der Straße. Vom Sichern der Ladung über die Routenplanung bis hin zum Be- und Entladen behalten Berufskraftfahrer trotz gewachsener Vorschriften und stetiger Verkehrszunahme den Überblick. Damit alles klappt, nimmt das Fahrzeug ihnen einiges ab. „Moderne Lkw sind mit jeder Menge Hightech ausgerüstet“, betont Nicole Bratrich. „Die technischen Innovationen erfordern Köpfchen statt Muskeln.“ Ob als Frau oder als Mann: Hinter dem Lenkrad eines modernen Schwerlast-Lkw lässt es sich heute sehr angenehm arbeiten: Das klimatisierte Fahrerhaus ist ein perfekter Arbeitsplatz, bei dem Sicherheit und Komfort im Mittelpunkt stehen. Der schadstoffarme Motor arbeitet schallgedämmt, die Fahrer genießen ergonomisch optimale Sitze und sogar die Liege für die Nacht ist nach wissenschaftlichen Erkenntnissen gefedert. Die dreijährige Lehrzeit zum Berufskraftfahrer ist dual geregelt. Meist sind es Speditionen, die ausbilden. Aber auch Abschleppdienste oder Betriebe der Abfallwirtschaft sind auf der Suche nach weiblichen und männlichen Lehrlingen mit Spaß am Fahren. (Advertorial)

Ausbildung, Beruf & Karriere, Bewerbungstipps

Fotos: Renault Trucks

 

Gebäudereiniger – Zukunftssicherer Beruf

Gebäudereiniger – Zukunftssicherer Beruf

Ausbildung zum Gebäudereiniger

Wer glaubt, dass Gebäudereiniger nur Räume in Ordnung bringen, unterschätzt den Ausbildungsberuf deutlich. Denn Gebäudereiniger arbeiten nicht nur in Büros, sondern auch in Fabriken, reinigen und desinfizieren Räume in Krankenhäusern, beseitigen Grafitti per Sandstrahlreinigung von Wänden, sorgen in Flugzeugen, Bussen und Bahnen für Sauberkeit oder arbeiten in der Schädlingsbekämpfung. „Gebäudereiniger ist ein Beruf, der meist unterschätzt wird“, bedauert Petra Timm, Sprecherin von Randstad Deutschland, und ergänzt: „Das ist sehr schade, weil es sich um einen spannenden und abwechslungsreichen Beruf handelt, der stark nachgefragt wird.“ Die dreijährige duale Ausbildung endet mit der Prüfung zum staatlich anerkannten Gebäudereiniger.

Ein Facharbeiter hängt an einem Seil in der Luft und reinigt eine große Fensterfront. (Gebäudereiniger)

Gebäudereiniger, die sich auf Fenster spezialisieren, sollten schwindelfrei sein.

Attraktive Karrierechancen

Nach der dreijährigen Ausbildung zum staatlich geprüften Gebäudereiniger stehen viele Karrierewege offen. „Gebäudereiniger ist eine gute Basis für Zusatzausbildungen oder ein anschließendes Studium“, weiß Petra Timm. Der Klassiker unter den Weiterbildungen ist die Meisterausbildung, die sich im Laufe der Jahre zu einem Gütesiegel und Qualitätsmerkmal entwickelt hat. Aber es gibt noch viele andere Möglichkeiten: Objektleiter: Wer viele Jahre Berufserfahrung hat, kann als Objektleiter den reibungslosen Ablauf der Reinigungsarbeiten koordinieren, den Kontakt zum Kunden halten und kennt sich mit Personalführung aus. Reinigungs- und Hygienetechniker: Nach der zweijährigen Weiterbildung planen die Spezialisten die Reinigungseinsätze und überwachen die Umsetzung. Der Fachwirt Umweltschutz überwacht die Einhaltung von Abfall- und Gewässerschutzrichtlinien im Betrieb und berät bei der Einführung von neuen umweltfreundlicheren Produktionsmethoden. Schädlingsbekämpfer haben ihren Beruf im Rahmen einer Weiterbildung nach der Prüfung zum Gebäudereiniger erlernt. Die Weiterbildungen werden in Vollzeit, Teilzeit oder als Fernunterricht angeboten. Die Ausbildung zum Gebäudereiniger ist auch gute Voraussetzung für ein Studium mit dem Schwerpunkt Hygienemanagement, Umwelttechnik oder Abfall- und Entsorgungstechnik.

Die Zukunft der Gebäudereiniger

Die Digitalisierung macht auch vor der Gebäudereinigung nicht Halt: Saug- und Wischroboter kennen viele schon aus dem eigenen Haushalt, und auch Fensterputzroboter setzen sich immer mehr durch. So wird es nicht mehr lange dauern, bis in der gewerblichen Reinigung autonome Roboter häufiger anzutreffen sind. „Durch die Digitalisierung verändert sich das Berufsbild des Gebäudereinigers in den nächsten Jahren. Es muss mehr Technik bedient werden müssen – aber ohne Handarbeit geht es auch in Zukunft nicht“, weiß Frau Timm. Spezialmodelle können schon heute Häuserfassaden reinigen und Räume in Krankenhäusern desinfizieren. Sensoren fordern die Reinigungskräfte nach Bedarf an: Sie melden sich, wenn ein Fußboden gesäubert werden muss, Papierhandtücher fehlen oder ein Mülleimer überfüllt ist. So kann der Dienst im Voraus besser geplant und der Reinigungswagen schon bei Arbeitsbeginn richtig beladen werden. (Advertorial)

Ausbildung, Beruf & Karriere, Bewerbungstipps
Fotos: P.Marjanovic/123rf.com/randstad, Lightfield Studios/Fotolia/randstad
Berufsstart in der Logopädie

Berufsstart in der Logopädie

Was macht eigentlich ein Logopäde?

Ob Stottern, Lispeln, verzögerte Sprachentwicklung oder permanente Heiserkeit: Menschen, die unter Sprachstörungen leiden, sind bei Logopäden in den richtigen Händen. Die Logopädie ist eine noch recht junge therapeutische Disziplin – erst seit 1980 gibt es dafür eine Ausbildung. „Die Aufgabe eines Logopäden ist es, durch eine gezielte Behandlung die Kommunikationsfähigkeit von Patienten aller Altersstufen aufzubauen, zu verbessern oder wiederherzustellen. Aber auch präventive Maßnahmen werden immer wichtiger“, weiß Petra Timm von Randstad Deutschland. Soziale Kompetenz, Einfühlungsvermögen und Disziplin sind daher wichtige Voraussetzungen für diesen Beruf. Darüber hinaus: eine klare Sprache. Denn wer die Kommunikation therapieren möchte, muss selbst kommunizieren können. Logopäden werden innerhalb von drei Jahren an einer Berufsfachschule ausgebildet. Es gibt aber auch die Möglichkeit, den Beruf zu studieren. Einige Hochschulen haben Studiengänge in Logopädie eingerichtet.

Menschen zu gutem Reden verhelfen

Wem Zukunftssicherheit und der Umgang mit Menschen wichtige Aspekte bei der Berufswahl sind, der wird am Beruf des Logopäden viel Freude haben. Sie behandeln, beraten und untersuchen Patienten mit verschiedenen Sprach-, Sprech- oder Stimmstörungen. Das fängt bei kleinen Kindern an, deren sprachliche Entwicklung verzögert ist, und reicht bis zu Erwachsenen, die stottern, Stimmprobleme haben oder nach einem Schlaganfall nicht mehr richtig sprechen können. „Der Bedarf an Logopäden nimmt zu“, weiß Petra Timm, „die Entwicklungsmöglichkeiten und Karrierechancen, beispielsweise im klinischen Bereich, sind entsprechend groß“. Und diejenigen, die am liebsten selbstständig arbeiten, haben die Möglichkeit, eine eigene Praxis zu eröffnen. Ein weiterer Pluspunkt: Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist für Logopäden in der Regel kein Problem. Die praxisnahe Ausbildung dauert drei Jahre und endet mit einer staatlichen Abschlussprüfung. Neben der Lehre an Berufsfachschulen und privaten Lehranstalten gibt es mittlerweile auch Hochschulstudiengänge.

Gefragte Experten für Sprachstörungen

Die Anzahl der Menschen mit Sprachstörungen hat in Deutschland deutlich zugenommen. Besonders die demografische Entwicklung

Ein kleiner Junge und eine erwachsende Frau sitzen nebeneinander, haben beide einen Holzstab zwischen den Lippen und zeigen mit den Fingern die Zahl "drei". (Logopädie)

Gefragte Gesundheitsexperten: Logopäden helfen bei Sprachstörungen. Dazu benötigen sie umfangreiche Fachkenntnisse, aber auch Einfühlungsvermögen.

vergrößert den Therapiebedarf. Denn altersbedingte Erkrankungen nehmen zu und führen zu Sprach- und Sprechbeeinträchtigen. Aber auch Kommunikationsstörungen bei Kindern im Vorschul- und Schulalter treten vermehrt auf und bedürfen der professionellen Hilfe von Logopäden. Anderen helfen sie dabei, nach einem Schlaganfall das fehlerfreie Sprechen neu zu lernen. Gearbeitet wird mit Atemübungen, motorischen Techniken und Bewegungstherapien für die Gesichtsregion.

Dafür brauchen Logopäden ein umfassendes medizinisches, psychologisches und pädagogisches Wissen, das sie sich in einer dreijährigen Ausbildung aneignen. Die Berufsfachschulen sind in der Regel an eine Klinik angebunden, es gibt aber auch kostenpflichtige Ausbildungsangebote privater Träger. „Nach dem Examen finden Logopäden in der Regel sofort eine Anstellung“, weiß Petra Timm, „unter anderem in Gesundheitsämtern, kommunalen Beratungsstellen, in Kliniken und Rehabilitationszentren“.

Logopäde und Bachelor in einem Rutsch

Vielschichtig, abwechslungsreich, anspruchsvoll – der Beruf des Logopäden bietet ein breites Spektrum an Aufgaben sowie ein facettenreiches Betätigungsfeld. Kinder mit Problemen beim Spracherwerb gehören genauso dazu wie Berufstätige mit hoher stimmlicher Belastung oder Senioren nach einem Schlaganfall. Wer sich für den therapeutischen Beruf interessiert, braucht Geduld und Fingerspitzengefühl. Denn Sprach-, Schluck- und Hörbeeinträchtigungen zu behandeln, ist ein langer Prozess. Die praxisnahe Ausbildung dauert drei Jahre und findet an einer Berufsfachschule statt. Es gibt aber auch die Möglichkeit, den Beruf zu studieren. „Einige Hochschulen haben Studiengänge in Logopädie eingerichtet“, weiß Frau Timm. „Sie führen in sieben Semestern zum akademischen Grad Bachelor of Science. Gleichzeitig haben Absolventen bereits nach sechs Semestern ihre Ausbildung zum staatlich anerkannten Logopäden abgeschlossen.“ Ob mit oder ohne Studium – der Bedarf an qualifizierten Experten für Sprachstörungen ist hoch. (Advertorial)

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Fotos: Dan Race/Fotolia/randstad, kasto/123rf/randstad
Vom Schuster zum Maßschuhmacher

Vom Schuster zum Maßschuhmacher

Absatz abgebrochen, Sohle kaputt – klarer Fall für Schuhmacher. In der Ausbildung lernen sie, Schuhe und andere Lederwaren zu reparieren. Kleben, schleifen und polieren gehören zu den häufigsten Tätigkeiten. Zudem erfüllen sie immer mehr ausgefallene Kundenwünsche. „Maßschuh“ heißt das Zauberwort. Deswegen heißt der traditionsreiche Handwerksberuf seit August 2018 Maßschuhmacher. Auch die Ausbildung hat sich geändert: „Die dreijährige Lehrzeit zum Maßschuhmacher erfolgt jetzt in den beiden Fachrichtungen Maßschuhe und Schaftbau“, weiß Petra Timm, Sprecherin des Personaldienstleisters Randstad. Modellgestaltung, Qualitätssicherung, Nachhaltigkeit und Kundenorientierung spielen verstärkt eine Rolle. Neu ist ebenfalls, dass die Gesellenprüfung in zwei zeitlich getrennten Teilen durchgeführt wird. Geblieben sind die Anforderungen: Bewerber sollten ein Interesse am Handwerk und nicht allzu schlechte Schulnoten mitbringen. Einen Vorteil hat, wer Interesse an Mode, Kundenkontakt und sorgfältigem Arbeiten hat. Und bei der Königsdisziplin, der Maßanfertigung eines Schuhs, sind Geduld und Durchhaltevermögen wichtig.

Der Maßschuhmacher fertigt nicht nur passgenaues Schuhwerk an, sondern weiß auch Rat, wenn der Schuh mal drückt

Leidenschaft für Schuhe

Auch wenn die meisten Schuhe mittlerweile industriell hergestellt werden, ist die Ausbildung zum Schuhmacher nach wie vor gefragt. In dem Handwerksberuf werden vor allem Einzelstücke nach Kundenwunsch oder nach Vorgabe eines Orthopäden hergestellt, Schuhe mit neuen Sohlen und Absätzen versorgt oder kleinere und größere Reparaturarbeiten übernommen. Darüber hinaus sind Schuhmacher für das Entfernen von Flecken, aber auch für das Umfärben von Schuhen zuständig. Die Beratung des Kunden hinsichtlich des Materials, der Farbe und Passform gehört ebenfalls dazu. Die gestiegene Aufgabenvielfalt geht einher mit der geänderten Berufsbezeichnung. Aus dem Schuhmacher ist der Maßschuhmacher geworden.

Auf dem Weg zum perfekten Schuh

Wunsch und Wirklichkeit klaffen bei der Wahl des Schuhwerks oft weit auseinander. Was viele immer wieder vergessen: Der Schuh muss zum Fuß passen, nicht umgekehrt. Ansonsten drohen Schmerzen, Druckstellen bis hin zu Fehlstellungen der Zehen. Garant für passendes Schuhwerk ist die Handwerkskunst des Maßschuhmachers, der seinen Beruf drei Jahre lang erlernt. „Die meisten Auszubildenden arbeiten in Betrieben des Schuhmacherhandwerks sowie in Werkstätten von Orthopädie­ und Sanitätsfachgeschäften“, weiß Petra Timm von Randstad Deutschland. Dort erneuern sie Schuhe, richten schiefe Absätze, sorgen für eine bequeme Passform, beraten Kunden und verkaufen Schuhe. Außerdem reparieren sie Taschen, Jacken und Gürtel aus Leder und tauschen Reißverschlüsse aus. Dafür sollten Bewerber handwerkliches Geschick und Sorgfalt mitbringen. Gern gesehen sind darüber hinaus ein guter Hauptschulabschluss oder ein mittlerer Bildungsabschluss.

Eine Reihe von maßgefertigten Schuhen. Die Maßschuhmacher übernehmen die Aufgaben des traditionellen Schusters.

Perfekte Schuhe bestechen durch Passform und Tragekomfort. Darum kümmert sich der versierte Maßschuhmacher

Ein altes Handwerk lernen

Schuhe „von der Stange“ sind oft günstig, aber selten gut. Denn entweder bestehen sie nicht aus Leder, haben eine schlechte Passform und halten nur kurz. Kein Wunder, dass die Nachfrage nach maßgeschneiderten Schuhen immer größer wird und Schuster kleine, feine Geschäfte eröffnen, in denen sie selbstgefertigte Schuhe anbieten. „Maßschuhmacher nennt sich dieses Handwerk seit August 2018. In der dreijährigen Lehrzeit wird Auszubildenden nicht nur beigebracht, wie Füße vermessen und Schuhe gefertigt werden, sie erfahren auch viel über die Anatomie des Körpers“, weiß Frau Timm. Im letzten Ausbildungsjahr heißt es dann, sich für ein Fachgebiet zu entscheiden. In der Spezialisierung Maßschuhe dreht sich alles um den Teil, der am Fuß sitzt. Der Schaftbauer hingegen fertigt individuelle Schuhoberteile an. Was beide Fachrichtungen eint, sind die guten Berufsaussichten: Oft werden Gesellen vom Lehrbetrieb übernommen. Sie arbeiten aber auch häufig in Sanitäts- oder Orthopädiefachgeschäften, in Schuhmachereien von Theatern, in Schuhschnellreparaturen oder in der Schuhindustrie, wo sie etwa Sportschuhe nach Maß fertigen. Auch eine Qualifizierung zum Meister oder Schuhtechniker ist möglich. (Advertorial)

 

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Fotos: Robert Przybysz/123rf/randstadDean Drobot/123rf/randstad