Fit fürs Berufsleben: So gelingt der Berufsstart

Wer noch nicht sicher ist, welche Ausbildung die richtige ist, sollte sich vor dem Berufsstart in einem mehrwöchigen Praktikum ausprobieren.  Die eigenen Vorlieben und Begabungen in der Praxis testen, Berufsfelder und berufliche Anforderungen kennen lernen – es gibt viele Gründe, die für ein Praktikum sprechen.

Praktikum – der erste Schritt zur Lehrstelle

Es ist auch eine tolle Chance, um bei Unternehmen Eindruck zu machen. Besonders im Handwerk ist der persönliche Eindruck entscheidend und ein mehrtägiges Praktikum nicht selten Einstellungsvoraussetzung: Die Betriebe möchten wissen, wie schnell ein Bewerber begreift, wie praktisch er veranlagt und wie zuverlässig er ist. Welches Unternehmen in der Nähe ein Praktikum anbietet, lässt sich über die Industrie- und Handelskammer sowie die Handwerkskammer der jeweiligen Region in Erfahrung bringen. Hilfreich sind auch die Berufsberater der Agentur für Arbeit und Berufswahlmessen. Ist eine Firma ins Auge gefasst, führt der Weg über einen Anruf und die schriftliche Bewerbung – auch wenn aktuell kein Praktikumsplatz ausgeschrieben ist. Interessenten bringen ihre Unterlagen am besten persönlich vorbei. Damit beweisen sie Engagement und haben den ersten Fuß in der Tür zum Ausbildungsplatz.

So gelingt der Berufseinstieg

Zwei junge Auszubildende im Gespräch mit einer Kollegin. (Berufsstart)
Mit einem sympathischen, interessierten Auftreten gelingt Berufseinsteigern der Start in der neuen Firma.

Das Vorstellungsgespräch ist gemeistert, der Ausbildungsplatz in der Tasche, nun kann eigentlich nichts mehr schiefgehen. Was viele Jugendliche jedoch vergessen: Der Berufsstart, das heißt die ersten Tage im Betrieb, entscheidet, welchen Eindruck Auszubildende machen“, weiß Petra Timm vom Personaldienstleister Randstad. Hier einige Tipps für den erfolgreichen Berufseinstieg:

  • Der erste Eindruck zählt: Werden die neuen Kollegen vorgestellt, gilt es, sympathisch zu lächeln und die Hand zu geben.
  • Passende Kleidung: Wie beim Vorstellungsgespräch zählt auch im Berufsalltag, zum Unternehmen passende Kleidung zu wählen. Wer in einer Bank arbeitet, braucht eher konventionelle Kleidung, also Anzug oder Kostüm. In einem technischen Beruf geht auch eine neuere, saubere Jeans. Wer sich unsicher ist, fragt Eltern oder Bekannte, die die Spielregeln im Arbeitsleben schon kennen.
  • Notizen machen: Gerade zu Beginn prasseln viele Informationen auf die Azubis ein. Um den Überblick nicht zu verlieren, ist es hilfreich, das Wichtigste aufzuschreiben.
  • Interesse zeigen: Niemand weiß trotz moderner Medien alles über den Ausbildungsbetrieb. Daher am besten interessiert auf die Kollegen zugehen und alles Wissenswerte in Erfahrung bringen.
  • Regeln und Grenzen achten: Dazu gehört es, privates Telefonieren oder Surfen im Internet zu vermeiden. Und natürlich sind fremde Schreibtische tabu.
  • Zuverlässig sein: Pünktliches Erscheinen gehört genauso dazu wie die Einhaltung von Terminen. Ebenfalls wichtig: sich rechtzeitig krank melden. Zuverlässigkeit freut den Ausbilder und spart ihm Zeit.
  • Richtig telefonieren: Der Kollege ist nicht da, aber sein Telefon klingelt? Manchem Berufseinsteiger graut es vor dieser Situation. Dabei ist die richtige Reaktion einfacher als gedacht: Nicht einfach klingeln lassen, sondern mit eigenem Namen und dem des Betriebs melden. Nicht vergessen: Anliegen, Namen und auch die Telefonnummer notieren, damit der Kollege zurückrufen kann.
  • Kritik annehmen: In einem neuen Umfeld passieren leicht Fehler. Übt der Vorgesetzte Kritik, sollten Azubis offen für Anregungen sein und gut zuhören.
Junger Mann am Laptop. (Berufsstart)
Der erste Arbeitstag verläuft deutlich entspannter, wenn sich Auszubildende vorab gut informieren und vorbereiten.

Gut vorbereitet in die Ausbildung

Eigentlich einfach und doch oft vergessen: Vor dem ersten Arbeitstag sollten Auszubildende ihr Wissen über das Unternehmen auffrischen. Wie lautet der vollständige Name der Firma? Wer ist Geschäftsführer und wie heißen die Vorgesetzten? „Hilfreiche Informationen gibt es auf der Webseite des Unternehmens, meist sind dort auch Firmenstruktur und Aufgabenspektrum zu finden“, sagt Petra Timm. Sie rät zudem, sich vorab über die Unterlagen zu erkundigen, die der Arbeitgeber benötigt. Dazu zählen etwa Bankverbindung oder Sozialversicherung. Außerdem sollten Auszubildende sich noch vor dem Berufsstart möglichst frühzeitig um die Anreise kümmern, um nicht gleich am ersten Tag verspätet zu kommen. Und wer daneben freundlich und höflich auftritt, schafft die beste Basis, um bei den Kollegen gut anzukommen.

Zwei Mitarbeiterinnen erklären einem jungen Auszubildenden etwas. (Berufsstart)
Damit Auszubildende mit Kollegen ins Gespräch kommen, sollten sie in den ersten Wochen viel fragen.

Berufsstart: Kontakte richtig knüpfen

Ein gutes Verhältnis zu den Kollegen macht die Arbeit gleich angenehmer. Doch besonders Berufsstartern fällt es oft nicht leicht, Kontakte aufzubauen. Wer freundlich ist und offen auf alle zugeht, macht erst einmal alles richtig. Wichtig ist: Initiative zeigen. Geht etwa die Abteilung zum Mittagessen, sollte der Azubi mitgehen. Oft ergeben sich erste Gespräche, wenn Fragen gestellt werden, etwa wie die Pausen geregelt sind oder ob es eine Kaffeekasse gibt. Auch ein wenig Interesse an der Arbeit der anderen schadet nicht. Jetzt noch ein bisschen was von sich erzählen – und die ersten Kontakte sind geknüpft. Eine weitere Möglichkeit, in der Ausbildung positiv bei den Kollegen aufzufallen, ist Hilfsbereitschaft. Wer Unterstützung bei alltäglichen Aufgaben oder besonders schwierigen Projekten anbietet, macht sich beliebt und hat gleichzeitig die Chance, die anderen bei der Zusammenarbeit besser kennenzulernen. (Advertorial)

 

 Fotos: Robert Kneschke/Fotolia, contrastwerkstatt/fotolia, Antonioguillem/Fotolia, contrastwerkstatt/fotolia
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