In den letzten Jahren ist immer häufiger ein Trend zu erkennen, das Haustier mit auf die Arbeit zu bringen. Das bietet für beide Seiten Vorteile: Der Vierbeiner ist nicht den ganzen Tag alleine zuhause und Frauchen bzw. Herrchen haben durch den Bürohund etwas Abwechslung im Büroalltag.

Doch nicht immer ist es auch erlaubt, das Haustier mit an den Arbeitsplatz zu nehmen. Wann der Chef einen Bürohund verbieten kann und welche Vor- und Nachteile ein Vierbeiner am Arbeitsplatz mit sich bringt, erfahren Sie in diesem Artikel.

Wann ist ein Bürohund erlaubt?

Der Arbeitgeber hat in Deutschland gemäß § 106 der Gewerbeordnung (GewO) grundsätzlich das Weisungsrecht am Arbeitsplatz. Er alleine kann also entscheiden, ob ein Bürohund im Betrieb erlaubt wird oder nicht.

Daher ist eine vorherige Absprache dringend erforderlich. Sie dürfen nicht vom einen auf den anderen Tag plötzlich Ihr Haustier mit ins Büro bringen. Halten Sie sich nicht an die Vorgaben des Arbeitgebers können Abmahnungen und in besonders schweren Fällen sogar eine Kündigung drohen.

Wieso kann ein Bürohund verboten werden?

Verbietet der Arbeitgeber einen Bürohund, kann  dies unterschiedliche Gründe haben. Als Chef muss er stets die Interessen aller Mitarbeiter im Blick behalten. Befinden sich unter den Kollegen Allergiker oder Menschen, die Angst vor Hunden haben, wird der Arbeitgeber die Mitnahme von einem Bürohund in aller Regel nicht erlauben.

Welche Vor- und Nachteile bietet ein Bürohund?

Die Entscheidung, für oder gegen einen Bürohund, sollte erst nach reiflicher Überlegung getroffen werden. Auch wenn Chef und Kollegen grundsätzlich kein Problem damit haben, dass Sie den Vierbeiner mit zur Arbeit bringen, sollten Sie bedenken, dass dieses Vorhaben auch schiefgehen kann.

Ist der Bürohund nämlich nicht gut erzogen, führt dies unweigerlich zu Problemen und kann sogar den Arbeitsablauf behindern. Arbeiten Sie in einem Unternehmen mit Kundenkontakt, macht ein Vierbeiner auch nicht immer einen guten Eindruck.

Ein weiterer Nachteil den der Bürohund bieten kann, ist, dass dieser nach einem ausgiebigen Spaziergang im Regen entsprechend Dreck und nicht den besten Geruch mitbringt. All diese Faktoren können gegen den Vierbeiner am Arbeitsplatz sprechen.

Allerdings gibt es auch zwei wesentliche Punkte, die für einen Bürohund sprechen: Studien belegen, dass ein Hund im Büro den Stresslevel deutlich senken kann. Das führt zu einem guten Betriebsklima und einer besseren Produktivität.

Zudem profitieren auch Herrchen und Frauchen davon, wenn sie ihr Haustier mit an den Arbeitsplatz nehmen. Die Mittagspause wird dann nämlichen zu einem Spaziergang und sorgt somit für Bewegung, was sich positiv auf die Gesundheit auswirkt.

Weitere Informationen rund um einen geeigneten Bürohund sowie die rechtlichen Aspekte, welche bei der Anschaffung betrachtet werden müssen, liefert das Ratgeberportal arbeitsrechte.de

 

 

Gastbeitrag: Sibel Örgen Foto: devin-edwards