Digitalisierung und Arbeitsmarkt

Mit dem Thema Digitalisierung verbinden sich bei den Arbeitnehmern in Deutschland zahlreiche Ängste. Fast 13 Prozent der Beschäftigten in Deutschland befürchten, dass der eigene Arbeitsplatz in absehbarer Zukunft wegfallen wird. Und diese Ängste sind nicht komplett unbegründet, denn die Arbeitswelt verändert sich tatsächlich. Überraschend ist, dass hier vor allem Arbeitnehmer mit mittlerer Qualifikation betroffen sein werden. So ist zumindest das Ergebnis der Studie „Flexibility@Work“ des Personaldienstleisters Randstad. Die Erhebung zeigt, dass die Tätigkeiten für Geringqualifizierte auf dem deutschen Arbeitsmarkt im Vergleich zu 1995 um 4,74 Prozent gestiegen sind. Auch der Anteil hochqualifizierter Tätigkeiten am Arbeitsmarkt stieg um 3,42 Prozent. Die Stellen für mittlere Qualifikationen, etwa Handwerker, Maschinenführer oder gelernte Bürokräfte, nahmen im gleichen Zeitraum dagegen um 8,16 Prozent ab. „Die Polarisierung am Arbeitsmarkt nimmt zu“, so Dr. Christoph Kahlenberg, Leiter der Randstad Akademie. „In der Mitte ist der Druck am stärksten. Insbesondere Arbeitsplätze, die zum großen Teil aus Routinetätigkeiten bestehen, drohen zu verschwinden.“ Die Arbeit von morgen braucht also neue Kompetenzen, so der Arbeitsmarktexperte: „Soziales und digitales Know-how wird immer wichtiger – Wissen, das nicht zwingend an einer Berufsschule oder Universität, sondern durch berufsbegleitendes, digitales Lernen erworben wird. Darin steckt heute eine Chance für Geringqualifizierte, denn sie können dieses Wissen genauso erwerben.“ Klassische Berufsausbildungen werden zukünftig durch mobiles Lernen am Smartphone, Online-Klassenräume und ähnliches ersetzt. Die Verknüpfung digitaler Lernmethoden mit der beruflichen Praxis bietet Vorteile für alle: Unternehmen, die auf digitale Lernmethoden setzen, erschließen sich einen größeren Personalpool. Und Arbeitnehmer, die vorher Schwierigkeiten hatten, Anschluss an den Arbeitsmarkt zu finden, können dauerhaft Kompetenzen für das Berufsleben aufbauen. (Advertorial)

 

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Foto: randstad

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